Setup sketch

Daydreaming about Love (soundinstallation), 2025

– Wooden construction, approx. 1.5 m × 1 m × 1.8 m
– Painting, sound, and light installation inside the cabinet
– Four carved wooden masks painted with acrylic
– Four differently colored fabrics


Sound piece (11’42“) composed by Max Funk

This installation is based on a dream I had in 2023, a dream that returns to me like a déjà vu in everyday life. The spatial concept draws inspiration from Buddhist reliquaries and forms an inner landscape—somewhere between a temple space and an introspective interior. When all visitors have entered, I open the previously closed doors, a moment in which my inner world becomes visible.

At the center stands a house-like structure, reminiscent of a Joseon-era ancestral shrine and inspired by the “wardrobe” from my dream. Behind its doors lie light and sound installations, wall paintings, and a single painting that together evoke the atmosphere of the dream in a poetic way.

The sound (by Maximilian Funk) and the lighting translate emotional and temporal layers of the dream, guiding visitors to the boundary between reality and the unconscious. The surrounding wall is guarded by large-scale figures referencing the Four Heavenly Kings, who embody cosmic order according to the Five Elements. Their connection to the Western architectural motif of the mascaron opens a new interpretive dimension.



Diese Installation geht auf einen Traum zurück, den ich 2023 hatte. Er kehrt in meinem Alltag wie ein Déjà-vu zurück und berührt dabei Erinnerungen und Gefühle. Das räumliche Konzept ist von buddhistischen Reliquiaren inspiriert, insbesondere der Sarira-Ausstattung. Der Ausstellungsraum lässt sich schwer eindeutig fassen, ist für mich jedoch eine innere Landschaft – ein Ort zwischen Tempel und Innerem. Wenn alle Besucher*innen eingetreten sind, öffne ich die verschlossenen Türen; ein bewusster Moment, in dem mein Inneres nach außen tritt.

Im Zentrum steht eine hausartige Struktur (ca. 1,5 m x 1 m x 1,8 m), die an einen Ahnenschrein der Joseon-Zeit erinnert, in dem die Vorfahren als lebendige Präsenz verehrt wurden. Diese Struktur basiert auf dem „Kleiderschrank“ aus meinem Traum und fungiert als symbolisches Gerät, das durch Licht und Klang eine innere Landschaft freilegt. Hinter den Türen befinden sich Licht- und Klanginstallationen, Wandmalereien und ein einzelnes Gemälde.

Mit dem Öffnen der Türen werden Wandmalereien und Gemälde sichtbar. Die zuvor im Dunkeln verweilenden Besucher*innen begegnen im Wechsel von Licht und Klang ihren eigenen Erinnerungen und Empfindungen. Sound und flackerndes Licht rekonstruieren die Atmosphäre des Traums in poetischer Weise. Das Gemälde im Inneren des Schreins ist ein Symbol, das tief mit meinem Traum verbunden ist und für mich etwas Wesentliches und Kostbares bewahrt – ähnlich einer Reliquie oder einem Sarira-Behältnis.

Der Sound, komponiert von meinem Kollegen Maximilian Funk, fängt die Emotionen und den Zeitfluss des Traums ein. Die Lichtführung übersetzt Veränderungen des Bewusstseins und der Gefühle in eine poetische Bildsprache und führt die Besucher*innen an die Grenze zwischen Realität und Unbewusstem.

Die vier Wände des Raumes werden von großformatigen Wächterfiguren umgeben, die an die buddhistischen Vier Himmelskönige erinnern. Sie verkörpern nach der Lehre von Yin-Yang und den Fünf Elementen die kosmische Ordnung: Der Westen steht für Holz und wird von einem blau gekleideten Wächter geschützt, der Osten für Feuer und von einer Figur in Rot bewacht. Diese Wächter bannen Unheil und regen zugleich zur Selbstreflexion an. Ihre ikonografische Bedeutung habe ich mit dem westlichen architektonischen Motiv des Maskarons verbunden, um eine neue Deutungsebene zu schaffen.

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Die Entstehung dieses Werks wurde durch ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen ermöglicht. Gefördert vom Studierendenrat der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Liebelt Stiftung Hamburg, dem Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden.

Installation view at C. Rockefeller Center Dresden, 2025
Photos: MATERIALMATTERS / Victoria Gentsch